Duales Studium Klausuren: Wie hart sind sie wirklich?

Duales Studium Klausuren: Erfahre in diesem Artikel welche Klausuren du in einem Dualen Studium schreiben musst.

„Die schönsten Worte für einen Dualen Studenten sind nicht ‚Ich liebe dich‘, sondern ‚nicht klausurrelevant‘.“

Nils meint zu Duales Studium Klausuren:

Als Dualer Student musst du verschiedene Arten von Prüfungen abhalten. Die gewöhnlichste ist die wohl die Klausur. Aber es gibt auch Präsentationen, Fallstudien und Projekte. Alle kommen mit ihrem eigenem Charme auf sind aber letztlich mit einem gewissen Mehraufwand gegenüber Klausuren verbunden.

In jedem Semester gibt es während der Theoriephase verschiedene Module, die unterschiedliche Themenbereiche abdecken. Im Studiengang Wirtschaftsinformatik gibt es Vorlesungsmodule  zu Themen der BWL, VWL, Informatik etc. Pro Semester sind es meist zwischen 8-10 verschiedene Module. Gegen Ende jedes Semesters gibt es dann meist eine Klausur pro Modul, die in einem Zeitraum von 45-90 Minuten geschrieben wird. Die stark schwankende Zeit hängt vom jeweiligen Gewicht des Moduls in der Endnote ab. Je niedriger das Gewicht respektive die ETCS-Punkte sind, desto kürzer ist meist auch die Klausur und vice versa. In manchen Studiengängen wird nicht pro Semester, sondern alle zwei! Semester eine sogenannte Modulklausur geschrieben. Hier werden zwei Module, die ein ähnliches Themenspektrum umfassen, in einer Klausur geschrieben. Die eine Klausur besteht allerdings aus zwei Teilklausur, die unabhängig voneinander bewertet werden und aus denen sich eine gewichtete Endnote ergibt.

Wie viele Klausuren muss ich schreiben?

Wie bereits gesagt hat man pro Semester etwa 8 Klausuren. Meist sind diese auf 3-4 Wochen verteilt, sodass sich circa 2 Klausuren pro Woche ergeben. Natürlich erfordert jede dieser Klausuren einen gewissen Lernaufwand. Jedoch lässt sich der Lernaufwand verringern, je nachdem wie gut man während der Vorlesungen aufgepasst hat. Oftmals gibt es Übungsklausuren von den Dozenten zu den behandelten Themengebieten, mit denen sich wirklich gut vorbereiten kann. Wenn ich die Klausuren im dualen Studium mit denen während meiner Schulzeit vergleiche, sind manche sogar einfacher andere wiederum aber schwerer. Im Mittel lässt sich somit sagen, dass es vom Lernumfang für viele keinen großen Unterschied zu Klausuren in der Oberstufe gibt. Dies hängt aber vom jeweiligen Lerntypen ab und lässt sich nicht so gut verallgemeinern. Ich spreche hier immer von meiner Erfahrung.

Im Allgemeinen lässt sich aber sagen, dass die Klausuren fair konzipiert sind und wenn man während den Vorlesungen aufgepasst hat und gewisse Themen nachbereitet hat, man die Klausur auf jeden Fall schaffen wird. Die meisten Dozenten sind auch daran gewillt die Studenten durchkommen zu lassen. Trotzdem möchte ich klar stellen, dass keine Puntke verschenkt werden. Für gewisse Ergebnisse muss man schon bestimmte Leistungen erbringen.

Duales Studium Präsentation
Auch Präsentationen muss man im Dualen Studium halten.

Neben Klausuren musst du als dualer Student auch Präsentationen halten. Zum Teil sind diese unbewertet und gelten als sogenannte Schlüsselqualifikationen. Den Aufwand, den man hierin investiert hängt davon ab, wie gut man das Thema beherrscht und wie gut man mit Präsentationen vertraut ist.

Was muss ich außer Klausuren noch ableisten?

Weiterhin gibt es noch Fallstudien und Projekte. Diese umfassen mehrere Wochen und werden abschließend bewertet. So mussten wir im 3. Semester in der Vorlesung „Systemanalyse“ ein Spiel entwickeln, das wir im Endergebnis vor Investoren präsentieren mussten. Die Kernkomptenzen der Fallstudie lag hier am Anwenden der spezifischen Kenntnisse der Disziplin Wirtschaftsinformatik, wie Projektmanagement, Planung etc. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, aber ich denke andere Studiengänge werden hier ähnliche Fallstudien zum jeweilig passenden Studieninhalt haben. Meist wird man hier im Team, welches aus 2-3 Personen besteht, bewertet.

Und in den Praxisphasen?

Außerdem muss in zwei Praxisphasen eine Projektarbeit erstellt werden und gegen Ende des Studiums die Bachelorarbeit geschrieben werden. Die Ergebnisse werden dann in einer Präsentation vor einem Prüfungskomitee dargelegt und in dieser Präsentation werden auch gezielt Fragen gestellt, die den Inhalt des kompletten Studiums abdecken können.

Unter Projektarbeit lässt sich eine abgespeckte Version einer Bachelorarbeit verstehen. Es handelt sich um eine wissenschaftliche Ausarbeitung, die ein gewisses Projekt umfasst. Es sollten die in der Theorie erlernten Kenntnisse auf ein Problem in der Praxis angewandt werden. Die erste Projektarbeit ist meist unbenotet und dient lediglich dem Korrekten Anwenden der richtige wissenschaftlichen Arbeitsweise. Die zweite Projektarbeit stellt dann eine Art Simulation der späteren Bachelorarbeit dar. Die Arbeit wird benotet und muss vor einem Prüfungskomitee präsentiert werden und man muss Fragen beantworten.

Die Themenwahl ist meist frei, jedoch sollte dies zum jeweiligen Studieninhalt passen und optimalerweise mit einem wissenschaftlichen Betreuer, dies ist meist ein Dozent, den man in der Vergangenheit hatte, abgestimmt werden.

Fazit: Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich mir zu Beginn meines Studiums die Prüfungen erheblich schwieriger und aufwendiger vorgestellt habe. Als ich damals einen Studenten im höheren Semester getroffen habe und er meinte, dass der Lernaufwand ähnlich wie in der Schule sei, konnte ich es ihm eigentlich gar nicht glauben. Letztlich habe ich es dann selbst erfahren, dass es wirklich so ist. Deshalb finde ich es sinnvoll zukünftigen dualen Studenten zu sagen, dass es im Großen und Ganzen wirklich so ist.

Jonathan meint zu Duales Studium Klausuren:

Wenn ich so sehe, wie hoch die Durchfallquoten bei manchen Uni-Klausuren sind, dann kann ich mich als Dualer Student entspannt zurücklehnen. Möglicherweise sind die Durchfallquoten aber auch deshalb geringer, weil Duale Studenten nach einem zweiten Versuch nur noch eine mündliche Prüfung haben-bevor sie für immer exmatrikuliert werden. An regulären Unis hingegen-so munkelt man unter Dualen Studenten-gäbe es viele „Papierstudenten“, die eigentlich lieber Dauerbesucher in einer Kneipe, einem Bordell oder am Ballermann wären-und für die ihr Studium höchstens fünfte Priorität bedeutet. Auch das ist ein Erklärungsansatz für höhere Durchfallquoten.

Wenn du also ein gutes Studium abschließen möchtest, dann solltest du dein Duales Studium nicht allzu sehr schleifen lassen. Die Vorlesungen nicht nur mit Tipico, Tinder und der finanzen.net App verbringen sondern ab und an auch mal zuhören-dann klappt das schon.

Was die Klausuren angeht, so hat wohl jeder Student „die eine“, auf die er gerne verzichten würde. Bei mir sind das beispielsweise die Recht-Klausuren. Aber dann beiße ich halt in den sauren Apfel, strenge mich ein bisschen mehr an und überspringe die 4,0 Notenhürde mit einer 3,7 ganz souverän. Der Punkt Prüfungen spricht meines Erachtens also überhaupt nicht gegen ein Duales Studium, sondern eher dafür.

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