Duales Studium Wirtschaftsinformatik Application Management Erfahrungen

Duales Studium Wirtschaftsinformatik Application Management Erfahrungen

Duales Studium Wirtschaftsinformatik Application Management ErfahrungenWir haben mit Karina und Felix  gesprochen und sie teilen heute ihr Erfahrungen über das Duale Studium Wirtschaftsinformatik Application Management.

 

Warum hast du dich für ein Duales Studium entschieden?

Karina: Bereits zu Beginn der Oberstufe war mir klar, dass ich nicht „normal“ studieren wollte, da mir das zu theoretisch erschien. Zwar wusste ich damals noch nicht genau, was ich studieren wollte, aber das ich studieren wollte war für mich irgendwie sicher. Ich habe auch lange überlegt eine Ausbildung zu machen, allerdings haben mich Erfahrungen von einer guten Freundin von mir bezüglich der Berufsschule abgeschreckt. Also musste eine Alternative her.

Ich weiß auch gar nicht mehr so genau wann ich von dem dualen System erfahren habe, aber ich war mir direkt sicher: das will ich machen! Klar hat auch der Anreiz Geld zu verdienen dazu beigetragen, dass ich mich schlussendlich für das duale Studium entschieden habe und ich glaube auch jeder der anderes behauptet lügt 😀 Für mich war das schlussendlich eine perfekte Kombination aus Ausbildung und Studium, eben Praxis und Theorie vereint. Ein weiterer Pluspunkt war für mich, dass das Studium an einer Hochschule eher für mich greifbar war, kleinere Klassen und eine schulische Atmosphäre mit festem Stundenplan. Ich muss an dieser Stelle auch gestehen, dass mich damals die Universität mit ihren riesigen Hörsälen etwas abgeschreckt hat. Das Ganze erschien – und erscheint mit teilweise noch – so riesig und anonym, das gefällt mir nicht.

Felix: Mir wurde es als ein besserer Karrierestart gegenüber einem normalen Studium verkauft.

Was studierst du und beschreibe dein Studiengang kurz?

Karina: Ich studiere Wirtschaftsinformatik Application Management in Fachrichtung Bank, das ist quasi die Schnittstelle aus BWL und Informatik. An der DHBW setzt sich der Studiengang etwa aus 60 % BWL und 40 % Informatik zusammen, ich finde, dass das eine gute Mischung ist. Ich hatte Module wie Marketing, Recht, BWL, VWL, FiBu und natürlich mein Bankfachliches-Profil im wirtschaftlichen Teil – um nur einige zu nennen. Im Informatik Bereich finden sich Module wie Java- und Web-Programmierung, Datenbanken und Grundlagen der IT, Kommunikationssysteme und Betriebssysteme auf dem Semesterplan. Zusätzlich hatten wir die Möglichkeit uns in den letzten beiden Semestern (ich komme jetzt in das sechste) zu spezialisieren: entweder in Richtung Consulting oder Programmieren. Ich entschied mich für ersteres und bin vollends mit meiner Auswahl zufrieden, da ich im Unternehmen auch in einer vertrieblichen Abteilung angesiedelt bin.

Felix: Ich studiere Wirtschaftsinformatik. Das ist eine Mischung aus Informatik und BWL.

 

Was gefällt dir an deinem Studium?

Karina: Ich mag die Abwechslung zwischen Theorie und Praxis. Ich bin im Vertrieb eingesetzt und dadurch, dass ich jedes Mal in der gleichen Abteilung sitze kann ich mittlerweile auch schon richtig mitarbeiten. Und zum Ende hin jeder einzelnen Phase merkt man, dass man sich wieder richtig auf die Uni oder das Arbeiten im Unternehmen freut. Jetzt zum Ende hin fand ich auch die Spezialisierung klasse und bin ehrlich gesagt froh, dass ich für’s erste nichts mehr programmieren muss.

Felix: Zum einen gefällt mir die gute örtliche Lage der DHBW Mannheim und zum anderen die Vielfalt von Theorie und Praxis. In einem Dualen Studium ist nicht bloß alles graue Theorie.

 

Was macht dir keinen Spaß?

Karina: Das letzte Semester war echt hart. Bei uns wurden Module aus dem sechsten in das fünfte Semester gezogen, wodurch wir bereits dort all unsere Klausuren aus dem sechsten Semester schon geschrieben haben, das war teilweise wirklich stressig. Auch das pendeln zum Betrieb geht mir langsam ans Mark. Mein Unternehmen ist in Frankfurt und viele in meinem Jahrgang haben sich dafür entschieden, nur in Mannheim zu wohnen und mit dem ICE dann während der Praxisphase zu pendeln. Einige Module fand ich auch echt anstrengend und der Sinn von so manch einer Veranstaltung hat sich mir bis jetzt immer noch nicht ganz erschlossen.

Felix: Meiner Meinung nach werden die Unianforderungen von der Unternehmensseite nur mäßig erfüllt.

 

Welche Voraussetzungen sollte man deiner Meinung nach für ein Duales Studium mitbringen?

Karina: Ein duales Studium ist in meinen Augen auf jeden Fall anstrengender oder gar stressiger als normal zu studieren. Man sollte also ein gewisses Maß an Ehrgeiz und Disziplin mitbringen, aber ich finde, dass das nicht ganz so stark der Fall ist wie es meistens den Eindruck erweckt. Man sollte sich auch definitiv im Karen darüber sein, dass man im Betrieb auch Verantwortung übernimmt und das ist grade das tolle daran. Für meinen Studiengang ist ein gewisses mathematisches oder logisches Verständnis sicherlich von Vorteil und eine PC-Affinität sollte auch vorhanden sein.

Felix: Man braucht eine gewisse Reife für den Arbeitsalltag. Am besten ist, wenn man schon vorher einmal ein paar 40 Stunden Wochen gearbeitet hat.

 

Wie stressig empfindest du dein Duales Studium?

Karina: Bis auf das letzte Semester eigentlich nicht anstrengender als die Oberstufe am Gymnasium, wenn ich ehrlich bin. Zurzeit schreibe ich an meiner Bachelor-Arbeit. Da kann es ab und an stressig werden, aber ich denke nicht, dass das großartig anstrengender ist, als im normalen Studiengang. Klar, man kann keine Klausuren „schieben“ und ein gewisser Druck ist da, aber das ist definitiv machbar!

Felix: Ich persönlich finde ein Duales Studium gar nicht so stressig. Jedoch nur weil ich es fast ohne lernen schaffe.

 

Warum hast du dich für diesen Studiengang entschieden?

Karina: Ich habe in der elften Klasse in der Oberstufe Biologie abgewählt und Informatik gewählt, da es mich interessiert hat. Mit PCs konnte ich schon immer gut, also dachte ich „warum nicht?“ Ein reines Informatik-Studium wäre mir allerdings zu theoretisch und trocken gewesen und „nur“ Programmieren wollte ich an sich im Berufsleben nicht wirklich. Als ich mich das erste Mal dann nach dualen Studiengängen erkundigt habe, bin ich auf einer Seite gelandet, die einen erst mal einen Test machen lässt, was zu einem passt (Azubiyo.de). Dort wurde mir dann unter anderem Wirtschaftsinformatik empfohlen. Nachdem ich mich dann noch etwas damit auseinandergesetzt habe, habe ich mich schlussendlich dafür entschieden und ich bin wirklich sehr zufrieden mit meiner Wahl. Außerdem ist es immer ganz lustig bei anderen die Reaktionen zu sehen, wenn ich erzähle, dass ich Wirtschaftsinformatik studiere. Da kommt dann meistens ein ungläubiges „was wirklich?!“ zurück. Das ist wirklich unterhaltsam!

Felix: Der Studiengang passt zu meinen Vorlieben und bietet mehr Chancen als die reine Informatik.

 

Würdest du wieder Dual studieren und warum?

Karina: Ja, definitiv. Ich finde den Schul-Charakter sehr gut und fühle mich in einem kleineren Kurs viel wohler. Auch denke ich, dass die Kombination aus Theorie und Praxis eine willkommene Abwechslung gibt und gleichzeitig ein gewisses Maß an Sicherheit. Denn man bekommt auch in den Theorie-Phasen das Gehalt weiterbezahlt.

Felix: Ja, ich brauche den Druck eines Unternehmens im Rücken als Motivation.

 

Was war das coolste Erlebnis deines Studiums?

Karina: Schwer zu sagen, ich glaube das coolste Erlebnis gibt es so nicht. Es sind vielmehr viele kleinere Momente, die das ganze Studium zu einem einzigen Erlebnis machen. Angefangen von Erstsemester-Partys, einzigartige Dozente, über witzige Fahrten im ICE zusammen mit den anderen bis hin zu abends nach der Arbeit mal gemütlich in einer Bar noch was trinken. Ich glaube, dass das Coolste am Studium die Leute sind. Man lernt Leute aus ganz Deutschland kennen, die einem echt ans Herz wachsen und beste Freunde werden.

Felix: Mir gefiel gut, dass man viele neue interessante Leute kennengelernt hat.

 

Weißt du schon wie es nach deinem Studium weitergeht?

Karina: Die Chancen stehen sehr gut, dass ich ein Übernahme-Angebot von meinem Unternehmen bekomme und das werde ich auch annehmen. Ich habe neben dem Studium meinen ADA-Schein gemacht und bin jetzt selbst in der JAV bei uns aktiv und möchte mich auch für die kommenden dualen Studenten einsetzen. Ansonsten denke ich, dass ich nebenberuflich meinen Master machen werde. Allerdings weiß ich noch nicht in welche Richtung es mich da genau treibt.

Felix: Ich werde in einem Job mit Inlands- sowie Auslandsaufenthalten arbeiten.

 

Hast du Tipps für Leute, die auch in deiner Fachrichtung studieren wollen?

Traut euch! Viele Mädchen denken, dass Informatik nichts für sie ist (wir sind im Studiengang bei uns auch nur 8), aber das ist echt nicht nur was für Jungs. Ansonsten hilft wie oben bereits erwähnt, ein mathematisches und logisches Verständnis. Außerdem sollte man sich für Informatik im weiteren Sinne interessieren. Programmier-Kenntnisse sind keine von Nöten, da man wirklich alles im Studium lernt.

Felix: Nein

 

Wir bedanken uns bei Euch beiden!

Ich hoffe Ihr konntet einen kleinen Einblick in ein Duales Studium Wirtschaftsinformatik Application Management gewinnen. Falls Ihr noch Fragen habt, lass uns doch ein paar Kommentare da.

 

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